Anette Meyer-Pleus
stv. Leiterin Fachbereich Kommunikation
Anette Meyer-Pleus ist stellvertretende Leiterin im Fachbereich Kommunikation und beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Personalvermittlung. Die Historikerin und Redakteurin ist seit 2012 beim Vorgängerverband BAP und nun beim GVP beschäftigt. Zuvor war sie u.a. in PR-Agenturen und Verlagen beschäftigt.
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„Qualität ist ein zentraler Schlüssel für zukunftsfähiges Unternehmertum in unserer Branche“
„Die Standards machen aus einem abstrakten Dienstleistungsversprechen eine überprüfbare Haltung. Das signalisiert der Politik und der Öffentlichkeit: Wir sind Teil der Lösung, nicht des Problems.“ Im Interview mit dem Arbeitsblog erklärt GVP-Hauptgeschäftsführer Florian Swyter, warum freiwillige Selbstverpflichtung stärker wirkt als Regulierung und wie Qualität zur entscheidenden Währung im Wettbewerb wird.
Verantwortungsvolle Dienstleistung
Mit der Einbindung der GVP-Qualitätsstandards in den Ethik- und Verhaltenskodex schafft der Verband eine klare Orientierung für verantwortungsvolle Personaldienstleistung. Ein zentrales Element des Standardsystems ist die freiwillige Selbstverpflichtung: Unternehmen unterzeichnen die Standards aus Überzeugung und setzen damit ein deutliches Zeichen. Die freiwillige Verpflichtung wird zugleich zum Wettbewerbsvorteil: Wer die Standards nutzt, hebt sich als Qualitätsführer hervor und stärkt Vertrauen bei Kundinnen und Kunden, bei Bewerberinnen und Bewerbern sowie allgemein in der Öffentlichkeit.
Kriterien der Standards
Die GVP-Qualitätsstandards wurden von erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern der Branche entwickelt und sind bewusst praxisnah formuliert. Sie fordern nicht nur die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, sondern definieren konkrete Kriterien – etwa zur Prüfung von Originaldokumenten, Sensibilisierung für Schutzräume oder transparenten Integrations- und Unterstützungsprozessen bei internationalen Fachkräften. Dadurch wird Qualität messbar und nach außen sichtbar.
Unterschiedliche Standards für unterschiedliche Segmente
Ein „One-Size-Fits-All“-Ansatz würde der Komplexität der Dienstleistungen nicht gerecht, stellt Swyter im Weiteren klar. „Die Herausforderungen bei der Integration einer Fachkraft aus dem Ausland sind völlig andere als bei der Ausbildung eines Personaldienstleistungskaufmanns oder der Vermittlung einer Führungskraft. Durch die spezifischen Standards für Bereiche wie internationale Mobilität, Pflege, Pädagogik, Ausbildung und Personalvermittlung können wir passgenaue Antworten auf die jeweiligen Risiken und Anforderungen geben“, erklärt Swyter im Interview.
Entwicklung weiterer Standards ist denkbar
Die fünf existierenden Standards können noch erweitert werden. Im regen Austausch zwischen Mitgliedern und Funktionsträgern aus dem Ehren- und dem Hauptamt wird der Verband künftig schauen, in welchen Segmenten Standards noch sinnvoll sein könnten.