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Arbeitsmarkt im Februar: Kaum Bewegung bei der Arbeitslosigkeit, Zeitarbeitsbranche weiter unter Druck

27.02.2026
Über den Autor


Tobias Hintersatz


Verbandskommunikation

Tobias Hintersatz ist beim GVP im Fachbereich Kommunikation tätig und widmet sich dort schwerpunktmäßig den Bereichen Pressearbeit, Redaktion und Social Media. Der studierte Politologe und Kommunikationswissenschaftler ist seit 2018 beim Vorgängerverband BAP und nun beim GVP beschäftigt. Zuvor war er u.a. in einem Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft sowie einem Architektenverband für die Kommunikation verantwortlich.    

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Arbeitsmarkt im Februar: Kaum Bewegung bei der Arbeitslosigkeit, Zeitarbeitsbranche weiter unter Druck

Die anhaltende konjunkturelle Schwäche und die weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägen den deutschen Arbeitsmarkt auch zum Ende der Winterpause. Bundesweit zeigt sich eine weitgehend stagnierende Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit, eine nur verhaltene Arbeitskräftenachfrage sowie weiterhin rückläufige Beschäftigtenzahlen.

Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin in schwieriger Lage

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, sank die Zahl der Arbeitslosen im Februar gegenüber dem Vormonat um 15.000 auf insgesamt 3,070 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit um 81.000 zu. Die bundesweite Arbeitslosenquote verringerte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent.

Rückläufige Dynamik bei der Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften zeigt sich stabil auf niedrigem Niveau. Im Februar waren 638.000 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, etwa 1.000 weniger als im Vorjahresmonat. Ein breiter Aufwärtstrend bei der Kräftenachfrage ist weiterhin nicht erkennbar. Die Erwerbstätigkeit in Deutschland sank im Januar gegenüber Dezember saisonbereinigt um 13.000 auf 45,66 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Rückgang mit 94.000 weniger Erwerbstätigen deutlicher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember 2025 bei 34,98 Millionen und damit um 40.000 unter dem Vorjahreswert.

Kurzarbeit weiterhin auf moderatem Niveau

Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit bleibt vergleichsweise begrenzt. Vom 1. bis 23. Februar wurde für rund 35.000 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Für Dezember 2025 wurde nach vorläufigen Hochrechnungen für 139.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 48.000 weniger als im November und 72.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Beschäftigtenzahl in der Zeitarbeit sinkt deutlich

Auch die Zeitarbeitsbranche spürt die konjunkturelle Krise weiterhin. Nach neuen Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Dezember 524.500 Personen sozialversicherungspflichtig in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt. Das entspricht einem merklichen Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch verglichen mit dem Vorjahresmonat zeigt sich ein deutlicher Abwärtstrend: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Zeitarbeit sank hier um 7,8 Prozent.

Ausblick: Arbeitsmarkt bleibt 2026 herausfordernd

Für die kommenden Monate ist laut BA weiterhin mit einer angespannten Entwicklung zu rechnen. Eine nachhaltige Erholung des deutschen Arbeitsmarktes hängt weiterhin maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung, zusätzlichen Investitionen sowie einer spürbaren Belebung der Wirtschaft ab.

 

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