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Personaldienstleister als Türöffner: Wie Zeitarbeit Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert

06.01.2026
Über den Autor


Tobias Hintersatz


Verbandskommunikation

Tobias Hintersatz ist beim GVP im Fachbereich Kommunikation tätig und widmet sich dort schwerpunktmäßig den Bereichen Pressearbeit, Redaktion und Social Media. Der studierte Politologe und Kommunikationswissenschaftler ist seit 2018 beim Vorgängerverband BAP und nun beim GVP beschäftigt. Zuvor war er u.a. in einem Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft sowie einem Architektenverband für die Kommunikation verantwortlich.    

Telefon: +49 30 206098-5216
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Personaldienstleister als Türöffner: Wie Zeitarbeit Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert

Tetiana Chernii sorgt in einer Mainzer Brezelproduktion für Qualität und reibungslose Abläufe – heute als festangestellte Mitarbeiterin. Der Weg dorthin begann für sie vor drei Jahren mit der Flucht aus der Ukraine und dem Neuanfang in Deutschland. Dank der Zeitarbeit fand sie schnell Zugang zum Arbeitsmarkt und eine langfristige Perspektive. Diese GVP-Reportage in Zusammenarbeit mit dem Mitgliedsunternehmen PERSUS Personal zeigt, wie die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit gelingen kann.
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Tetiana Chernii

Die zweite Schicht des Tages beginnt: Nahtlos fügen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den gleichmäßigen Rhythmus der Produktion ein. Zu dem Team, das für den reibungslosen Ablauf sorgt, gehört auch Tetiana Chernii. Sie stellt sicher, dass die Brezeln gleichmäßig geformt sind, die Produktion ohne Unterbrechung läuft und die Qualitätsstandards eingehalten werden. In der Mainzer Produktionsstätte der Bäckerei Ditsch entstehen täglich rund 230.000 tiefgekühlte Brezeln, die später in Filialen und Bäckereien frisch aufgebacken werden.

Dass Tetiana Chernii heute in Mainz an der Brezelproduktion beteiligt ist, war lange keine Selbstverständlichkeit. Vor drei Jahren verließ sie die Ukraine. Mit wenig Gepäck, aber der Hoffnung auf Sicherheit und eine neue Perspektive kam sie nach Deutschland. In Mainz fand sie bei ihrer Cousine zunächst Halt – ein Stück Vertrautheit in der Fremde. Ihre Eltern leben bis heute in der Ukraine.

Für die heute 38-Jährige war es umso wichtiger, in der neuen Umgebung schnell Fuß zu fassen und an ihre bisherigen Erfahrungen anzuknüpfen. In ihrer Heimat arbeitete sie zunächst als Köchin in einem Kindergarten, später als Produktionsmitarbeiterin in der Metallbranche. Tätigkeiten, die Disziplin, Sorgfalt und Ausdauer erforderten – Eigenschaften, die ihr heute in der industriellen Brezelproduktion zugutekommen.

Sprachbarrieren stellten kein Hindernis dar

Den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt fand Tetiana Chernii über die PERSUS Personal GmbH. Ein Bekannter, der sich für Geflüchtete engagiert, stellte den Kontakt zu Niederlassungsleiterin Carmen Dietze her. Sprachbarrieren seien dabei kein Hindernis, betont sie: „Einen Personalfragebogen kann ich bei Bedarf auch mündlich durchgehen.“

Alles war von Anfang an unkompliziert. Ich habe mich unterstützt und ernst genommen gefühlt.
Tetiana Chernii
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Im August 2024 begann sie ihre Tätigkeit als Zeitarbeitnehmerin bei PERSUS Personal und wurde im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung in der Produktion der Bäckerei Ditsch eingesetzt. Anfangs war sie skeptisch: Drei-Schicht-Betrieb und Produktionsarbeit klangen anstrengend. Doch die klaren Abläufe, die Unterstützung im Team und die sichtbaren Arbeitsergebnisse überzeugten sie schnell. Auch ihre Vorgesetzten waren von ihrer Leistung überzeugt: Nach nur sieben Monaten erhielt sie das Angebot einer Festanstellung. Zum 1. April 2025 wechselte sie in die Stammbelegschaft.

Für Carmen Dietze ist das ein Beispiel gelungener Begleitung: „Als Personaldienstleister verstehen wir uns nicht nur als Vermittler, sondern als Partner unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Tetiana hat mit ihrer Zuverlässigkeit und ihrem Einsatz sofort überzeugt – deshalb freut es mich besonders, dass sie so schnell übernommen wurde.“

 

Arbeit schafft Integration, Stabilität und die Brücke in ein neues Leben

Für Tetiana Chernii bedeutet die Festanstellung vor allem Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Ihr nächstes Ziel ist es, ihre Deutschkenntnisse weiter zu verbessern. Außerdem möchte sie aus der Wohngemeinschaft in eine eigene Wohnung ziehen – keine leichte Aufgabe in der Studentenstadt Mainz, wo bezahlbarer Wohnraum knapp ist. Dennoch blickt sie zuversichtlich nach vorn:
„Ich möchte in Deutschland bleiben, das ist mein großer Wunsch.“

Die Geschichte von Tetiana Chernii zeigt, wie Zeitarbeit Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und langfristige Perspektiven schaffen kann. Aus einer befristeten Beschäftigung wird eine Festanstellung – ein Gewinn für die Arbeitnehmerin ebenso wie für das Unternehmen.

Arbeit bedeutet hier weit mehr als ein stabiles Einkommen: Sie schafft Integration, Stabilität und eine Brücke in ein neues Leben. Genau diese Aufgabe übernehmen Zeitarbeitsunternehmen – und sie tun dies zunehmend. Sie öffnen Türen, schaffen Zugänge und begleiten Menschen auf ihrem Weg in Beschäftigung. Damit leisten sie einen messbaren Beitrag zur Integration Geflüchteter, sichern Fachkräfte für Unternehmen und stärken den Arbeitsmarkt insgesamt.

Ausführliche Informationen zur Integrationsleistung der Personaldienstleister

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